Einer der härtesten Rennradmarathons in Österreich! 5500 hm und 238 km

Wir gratulieren allen Teilnehmern des Ötztaler Radmarathons und allen voran unseren Nora Racern!

Ziemlich stolz sind wir auf unsere Nora Racer Agnes Kitttel und Philipp Schwarzl!
Nicht nur leiten sie jeden Dienstag mit viel Sympathie, Empathie und Humor unsere Teamausfahrten, sie sorgen zusätzlich auch noch für Spitzenleistungen in der österreichischen Radmarathonszene!

Bei einem der wichtigsten Rennradmarathons,dem "Otztaler Radmarathon", belegten Sie die vordersten Plätze!

Ganz besonderen Dank an unseren Partner "Xentis" Ohne diesen Spitzenlaufrädern wären diese Topleistungen nicht möglich!


Rennbericht von Agnes:
Nachdem ich letztes Jahr am Timmelsjoch ordentlich Tribut zollen musste, war meine Divise heuer klar: ins Kühtai relativ locker hineinfahren, am Brenner auf eine gute Gruppe hoffen, am Jaufen und vor allem am Timmels nicht eingehen. Heuer musste einfach ein Altersklassenplatz drinnen sein. Bei so einem starken Starterfeld keine leichte Aufgabe. Am Kühtai hatte ich leider nicht so ein gutes Gefühl und auch die Gruppe am Brenner schien mir nicht schnell genug für meine Wunschzeit, das lag vor allem an dem Gegenwind. Hinunter vom Brenner nach Gasteig war ich einen Moment nicht aufmerksam und so verlor ich auch noch die Gruppe. Nur gemeinsam mit einem Mann fuhr ich in den Jaufen hinein, die große Gruppe hatte uns schon ordentlich Zeit abgenommen. Ich war kurz davor meine Nerven wegzuwerfen, da ich überhaupt nicht mehr im Zeitplan lag. Doch nun konnte ich immer mehr Plätze gut machen und so stieg meine Motivation wieder. Bei der Abfahrt nach St Leonhard ließ ich leider wieder etwas Zeit liegen, die Angst vor einem Defekt war einfach zu groß. Ich wusste Dank einer Durchsage eines Ötztal Radmarathon Autos, dass die Platzierung gut war und so ging es mir vor allem um diese und nicht mehr um die Zeit. Dieses Jahr entpuppte sich das Timmels mit seinen knapp 2000 hm Gott sei Dank nicht als Höllenritt und so konnte ich die Abfahrt und den Gegenanstieg noch richtig genießen. Nach 8h 20min erreichte ich überglücklich das Ziel. Dank der tollen Betreuung entlang der Strecke wurde ich am Kühtai, am Brenner, am Jaufen und sogar am Timmels super versorgt.
Mein Fazit: Bergauf hat es sich viel lockerer als letztes Jahr angefühlt, dies lag sicher auch an dem besseren Laufradsatz. Die superleichten Xentis haben einfach einen genialen Vorwärtsdrang. Mit meinem dritten AK Platz und 6 Gesamtrang bin ich sehr zufrieden und ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

Rennbericht von Philipp:
Im geschlossenen Feld ging es Richtung Ötz, wo auch schon der erste Anstieg - das Kühtai -wartete. Um keine unnötigen Körner zu verschießen versuchte ich als einer der Ersten in den Anstieg zu fahren. Dies gelang mehr oder weniger gut. Im Laufe des Anstieges formte sich ein rund 40-50 Mann starkes Peloton, mit dem ich auch die Passhöhe erreichte. Das Gefühl in den Beinen war gut und so ging es voller Motivation in die extrem schnelle Abfahrt Richtung Innsbruck. Auf den Weg zum Brenner hieß es Kräfte sparen und ausreichend Verpflegung zu sich zu nehmen, sind doch noch zwei schwere Alpenpässe vor uns. In Sterzing angelangt ging es auch schon Richtung Jaufenpass. Hier versuchte ich mein eigenes Tempo zu fahren und mich nicht auf das „Katz und Maus“ Spiel der extrem stark fahrenden Italiener einzulassen. Gemeinsam mit Markus Feyerer fuhr ich ein gutes Tempo. Immer wieder wechselten wir uns in der Tempoarbeit ab. Auf der Passhöhe angelangt ließ ich Max den Vortritt, ist er doch der eindeutig bessere Abfahrer. Nach der schweren Abfahrt Richtung Sankt Leonhard, wartete auch schon der letzte Pass des Tages, das Timmelsjoch. Voller Euphorie versuchte ich rasch die Lücke zu Markus zu schließen, was mir auch gelang. Die Beine fühlten sich zu Beginn des Timmels noch überraschend gut an und die Wattzahlen waren sehr hoch. Ich orientierte mich an Markus und wir harmonierten wieder gut. Bei ca. Kilometer 12 musste ich aber dem hohen Tempo zu Beginn des Timmels Tribut zollen und die Wattzahlen sanken innerhalb weniger Minuten um fast 1w/kg. Markus musste ich leider ziehen lassen, dennoch versuchte ich das Tempo einigermaßen hoch zu halten. Nach zahlreichen Krämpfen in Füßen, Hände, etc. erreichte ich überglücklich nach 7:23 das Ziel in Sölden. Mit dieser Zeit und einem ausgezeichneten 31.Gesamtrang in dem wohl bestbesetzten Radmarathon kann ich mehr als nur zufrieden sein.